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Mein Körper und Ich ...oder... Körpergespräche 1.0

 

 „Ich möchte nicht mehr, dass du über mich bestimmst“, wandte sich mein Körper an mich.

„Ich möchte, dass du erkennst, dass ich auch etwas zu sagen habe.

Ich möchte, dass du mich anhörst und mir deine Aufmerksamkeit schenkst:

 

Für dich bin ich hier, nur alleine für dich.

Ich wünsche mir, dass du liebevoll und sanft mit mir umgehst. Dass du auf meine Signale achtest und mir meine Bedürfnisse zugestehst und erfüllst.

Durch deine liebevolle Zuwendung bin ich in der Lage gesund, beweglich und kraftvoll zu sein.

Ich wünsche mir, dass du mich wie einen guten Freund behandelst, und dass du mit mir einen wertschätzenden Umgang pflegst.

 

Lehne mich nicht ab, wenn ich nicht so funktioniere, wie du es dir in den Kopf gesetzt hast.

Ich habe immer einen Grund dafür.

Wenn du dich getraust, mich nach dem Grund zu fragen, teile ich ihn dir von Herzen gerne mit.

Ich habe ja nur dich. Mein Zustand hängt von dir ab. Du allein trägst die Verantwortung für mich.

 

Beschimpfe mich nicht, wenn ich nicht so aussehe, wie du mich in deinen kühnsten Träumen siehst.

Nimm mich so an, wie ich bin. Denn du hast mich doch genau zu dem gemacht. Schenke mir dein Mitgefühl und berühre mich voller Liebe.  Dann werde ich zu Wachs in deinen Händen, den du mit Mut, Beharrlichkeit und Ausdauer formen kannst.

 

Bestrafe mich nicht, wenn ich krank und verletzlich bin. 

Kümmere dich bitte um mich.  Umsorge mich wie eine fürsorgliche Mutter ihr Kind.

So kann ich wieder gesund und stark werden. Die Heilung ist bereits in meiner Krankheit enthalten. Wenn du dich mit mir auf den Weg machst, dann zeige ich dir, wie du meine Selbstheilungskräfte aktivieren kannst.

 

Verurteile mich nicht, wenn ich dir meine Bedürfnisse mitteile.

Wende dich ihnen interessiert zu. Behandle mich rücksichtsvoll und mit Respekt. Ich bin auf dein Wohlwollen angewiesen. Gerne zeige ich dir, was ich brauche und freue mich, wenn du mich mit genügend Schlaf, gesundem Essen und artgerechter Bewegung belohnst. Dafür liebe ich dich.

 

Schenke mir deine Aufmerksamkeit und sorge gut für mich, so will ich dir bis an mein Lebensende ein treuer Begleiter sein.“

 

 

Tief im Menschen schlummern jene Kräfte,
Kräfte, die ihn in Erstaunen versetzen würden,
die zu besitzen er sich nie erträumt hätte,
Kräfte, die sein Leben völlig verändern könnten,
wenn sie geweckt und genutzt würden.
 

Orison Swett Marden

 

 

Das ICH war es, dessen Sinn und Wesen ich lernen wollte. Das ICH war es, von dem ich loskommen, das ich überwinden wollte. Ich konnte es aber nicht überwinden, konnte es nur täuschen, konnte nur von ihm fliehen, mich nur vor ihm verstecken. Wahrlich, kein Ding der Welt hat so viel meine Gedanken beschäftigt, wie dieses ICH (...) Und über kein Ding in der Welt weiss ich weniger, als über mich.

 

Hermann Hesse aus "Siddhartha"